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Kraftomnibusbetrieb der Deutschen Bundesbahn
von Holger Werner

1923 wurde aus den Länderbahnen des untergegangenen Kaiserreichs in der Weimarer Republik die „Deutsche Reichsbahn Gesellschaft“, kurz DRG oder auch DR, gegründet.

Mit der Übernahme der Länderbahnen kamen aber nicht nur Schienenstrecken in den Besitz der neuen Gesellschaft, sondern auch etliche Kraftomnibuslinien. Die DRG gründete eine neue Abteilung mit dem Namen „Beförderung von Personen/Gütern mittels gummibereiften Nutzfahrzeugen auf öffentlichen Strassen und Wegen“.

Nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland wurde aus der DRG die Deutsche Bundesbahn und fortan firmierte auch die Kraftomnibusabteilung unter diesem neuen Namen.

Bezeichnenderweise erhielten die Fahrzeuge eigene Kennzeichen, die die Buchstaben DB und eine Ordnungszahl beinhalteten. Ab 1970 wurde folgendes System eingeführt: die ersten beiden Zahlen waren auf den Hersteller bezogen, ausgenommen Gelenkbusse, die die Nummerngruppe 17 erhielten. Die dritte Zahl war die Endzahl des Baujahres und die letzten beiden Zahlen eine fortlaufende Nummer. Fahrzeuge der Baujahre 1970 und 1980 besassen nur ein vierteiliges Kennzeichen, da als dritte Zahl eine Null nicht zulässig war.

Im Laufe der Jahre kaufte die DB eigene Eisenbahngesellschaften, die nur noch Kraftomnibusse besassen auf, so z.B. 1962 die Sankt Andreasberger Eisenbahn, 1972 die Eisenbahn Gittelde Bad-Grund, zum 01.01.1983 die Gartetalbahn. Ab 1984 wurden auch die Kraftpostomnibuslinien (in diesem Bericht auch mit drei Bildern vertreten) von der DB übernommen, da der Bund nur noch ein Kraftwagenverkehrsunternehmen besitzen wollte.

Aber schon in den siebziger Jahren gab es Ausgründungen, zum 01.01.1976 den Regionalverkehr Hannover (RVH), den Regionalverkehr Köln (RVK) oder eine Beteiligung an der Autokraft Kiel.

In den achtziger Jahren wurden dann alle DB-Dienststellen in Regionalbusgesellschaften umgewandelt, so wurde z.B. zum 01.10.1988 aus den Dienststellen Kassel, Gießen und Fulda der Regionalverkehr Kurhessen.

Der nachfolgende Bericht stellt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll dem Leser einen kleinen Überblick über die Fahrzeuge der DB aus den siebziger und achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts zeigen. Das Hauptmerkmal liegt dabei auf den Dienststellen Kassel und Göttingen.

01
Eines meiner ersten Omnibusbilder im Jahre 1972. 25 852, Büssing BS 120 N, Kassel Hauptbahnhof. Der Wagen wurde am 01.01.1976 vom neugegründeten Regionalverkehr Hannover (RVH) übernommen.
02
26 636 der Dienststelle Kassel mit Vollwerbung.
03
26 827 der Dienststelle Kassel, MAN SÜ 240 für den kombinierten Linien- und Reiseverkehr, daher auch die abweichende Lackierung.
04
26 829, Serie 26 – 828 bis 832 der Dienststelle Kassel, MAN SL 200 mit Automatikgetriebe. Eingesetzt wurden diese Wagen hauptsächlich im Stadtverkehr Vellmar. Dieser Wagen besass eine Vollwerbung, weil die DB auch dieses als Einnahmequelle nutzte.

05
26 832 im typischen Rotton der DB der siebziger Jahre.
06
26 914, MAN SÜ 240, als Vertreter der Überlandwagen der DB in dieser Zeit.
07
26 801, MAN SR 240, war ein reiner Reisebus, der aber auch im Linienverkehr eingesetzt wurde.
08
26 222, MAN SÜ 240, in der weiß-himbeerroten Lackierung.
09
24 683, MAN SL 200, für den Stadtverkehr Vellmar.
10
24 684, der zweite SL 200 aus diesem Jahr für die Dienststelle Kassel, von der türlosen Seite.
11
24 515, ein MAN SÜ 240 in der letzten Ausführung für die Deutsche Bundesbahn.
12
24 717. Die DB beschaffte für den Stadtverkehr Vellmar und die neue DB/KVG Kassel Gemeinschaftslinie 17 nach Lohfelden/Söhrewald die MAN SÜ 240 24 714 – 24 721 mit normalen VÖV-Innenschwenktüren.
13
22 902, Magirus L 117, aufgenommen in Einbeck, war im Jahre 1980 ein absoluter Exot in Südniedersachsen.
14
23 744, Kässbohrer S 140 ES, der Dienststelle Göttingen.
15
23 101, Kässbohrer S 215 H.
16
23 464, Kässbohrer S 215 HR, aufgenommen in Würzburg, war sowohl für den Linien – als auch den Reiseverkehr gedacht.
17
23 418, Kässbohrer S 215 UL. Mit seinem Bruder, 23 419, 1984 an die Dienststelle Göttingen geliefert. Beide Fahrzeuge besassen hängende Spiegel und ursprünglich Rollbänder.
18
23 418, nach dem Umbau auf Digitalanzeige.
19
23 517, Kässbohrer S 215 UL mit Digitanzeige. Da die Seitenanzeige im ersten Fenster verbaut war, konnte man sie bei geöffneter Tür nicht erkennen.
20
23 527, Kässbohrer S 215 UL. Die im ersten Bild versteckte Seitenanzeige ist hier besser zu erkennen.

21
23 593 Kässbohrer S 215 RL für Linien- und Reiseverkehr.

22
22 756, Kässbohrer S 215 UL. Die Wagen 22 755 – 759 erhielten für den Stadtverkehr in Hann.-Münden einen Zweispurvordereinstieg.

23
17 – 44, DB O 305 G. Übernommen aus dem Württembergischen war es der erste Gelenkbus der Dienststelle Kassel.

24
17 405, DB O 305 G. Die Fahrzeuge 17 401 – 408 waren in Paderborn stationiert.

25
17 410, DB O 305 G. Die nachfolgenden Fahrzeuge 17 409 – 411 waren für Kassel bestimmt.
26
17 600, DB O 305 G, Serie 17 600 – 604 für die Dienststelle Kassel.
27
19 802, DB O 407.

28
21 200, Neoplan Ü 80. Dieses war der Prototyp des VÖV-II-Überlandwagen der Fa. Neoplan für die DB, aufgenommen in Ludwigshafen.

29
18 502, Neoplan N 416 SÜ.

30
18 512, Neoplan N 316 der Dienststelle Paderborn.

31
53 501. In der Nummerngruppe 53 waren Sonderkraftomnibusse der DB eingereiht. Dieses war der Fahrschulwagen der DB-Dienststelle Hannover, aufgenommen in der Grätzelstrasse.

32
Hier der Omnibus von der türlosen Seite. Durch die Übernahme der Postleistungen und der Gartetalbahn entstand 1984 ein Fahrermangel. Bereits in den siebziger Jahren sollte die DB beide Unternehmen in Göttingen übernehmen, doch alle zog sich in die Länge. Aufgrund dieser Unsicherheit bildeten beide Unternehmen seit etwa 1971 keine Busfahrer mehr aus, so das es zu einem Fahrermangel kam, den die DB beseitigen musste. Schon damals die selben Probleme wie heute.

33
53 678, DB O 307 des Gleisbauhofes Karlsruhe.

34
Henschel HS 160 USL, ehemals DB. Aufgenommen 1982 in Göttingen diente er einer studentischen Wohngemeinschaft als Wohnmobil.

35
Kässbohrer S 215 SL in Hann.- Münden. Ursprünglich wollte die DB für den Stadtverkehr diesen Typ kaufen. Da er aber erheblich teurer als der Überlandbus war, wurden die S 215 UL 22 755 – 759 beschafft.

36
MAN SG 292, 1986 in Kassel.

37
8 59 ex BP 10 3274, aufgenommen in Göttingen. Bei der DB erhielten Omnibusse des Herstellers MAN die Nummerngruppe 8 zugewiesen.

38
Neben den vielen roten Bussen jetzt auch drei gelbe der Deutschen Bundespost. BP 10 1431, DB O 317, 1971 in Wolfhagen.

39
BP 10 3400, MAN SÜ 240 in Göttingen. Im Linienfilm ist neben der Postliniennummer auch die Liniennummern der Göttinger Verkehrsgemeinschaft angegeben. Bewohner von Elliehausen-Esebeck und Hetjershausen konnten sie zum Tarif der Stadtwerke Göttingen nutzen.

40
BP 42 2400, Neoplan N 8008. Selbst die Deutsche Post AG beschaffte Omnibusse, wenn auch nur als Informationsbus.